Fernglas für die Astronomie: warum 10x50 fast immer passt
- Rubrik
- Himmelsbeobachtung
- Veröffentlicht am
- 27. Juni 2026
- Lesezeit
- 4 Min.
Zwischen bloßem Auge und Teleskop liegt ein Gerät, das viele überspringen: das gewöhnliche Fernglas. Es zeigt Sternhaufen, die Andromedagalaxie, Mondkrater und Kometen, und es steht in vielen Haushalten bereits im Schrank.
Die zwei Zahlen auf dem Gehäuse erklären alles
Bei einem 10x50 bedeutet die erste Zahl die zehnfache Vergrößerung, die zweite den Objektivdurchmesser in Millimetern. Teilt man 50 durch 10, ergibt sich die Austrittspupille von fünf Millimetern. Dieser Wert passt gut zur nachtangepassten Pupille eines erwachsenen Auges, weshalb kaum Licht verloren geht.
Freihand hat ihre Grenze bei etwa zehnfacher Vergrößerung
Darüber zittert das Bild so stark, dass der zusätzliche Gewinn wieder verloren geht. Wer trotzdem mehr will, braucht ein Stativ oder eine feste Auflage. Ein Trick kostet nichts: legen Sie sich auf eine Isomatte und stützen Sie die Ellenbogen auf dem Boden ab. Das Bild wird sofort ruhiger.
- 10x50 als Allrounder für Himmel und Landschaft
- 7x50 für ruhigere Bilder und größeres Gesichtsfeld
- 15x70 nur mit Stativ, sonst bleibt es im Schrank
Ein Fernglas, das griffbereit neben der Tür liegt, sieht mehr Himmel als jedes Teleskop im Keller.
Was Sie in der ersten Woche damit finden
Beginnen Sie bei den Plejaden, einem offenen Sternhaufen, der mit bloßem Auge als kleiner Nebelfleck erscheint und im Fernglas in Dutzende Sterne zerfällt. Danach folgt der Mond, am schönsten nicht bei Vollmond, sondern einige Tage davor oder danach, wenn die Schatten der Krater lang stehen.
Achten Sie auf die Scharfstellung: die meisten Ferngläser haben ein zentrales Rad und zusätzlich eine Korrektur am rechten Okular. Stellen Sie erst das linke Auge über das Mittelrad scharf, dann das rechte über die Korrektur. Diese Einstellung machen Sie einmal und notieren sich den Wert.