Sternbilder im Winter finden: Orion als Wegweiser am Abendhimmel
- Rubrik
- Himmelsbeobachtung
- Veröffentlicht am
- 06. Apr. 2026
- Lesezeit
- 5 Min.
Der Winterhimmel ist der beste Lehrmeister für Einsteiger. Die Nächte beginnen früh, die Luft ist oft klar, und mit Orion steht ein Sternbild am Himmel, das selbst aus einer beleuchteten Vorstadt heraus unverwechselbar bleibt.
Orion erkennen Sie an drei Sternen in einer Reihe
Der Gürtel besteht aus drei etwa gleich hellen Sternen, die dicht nebeneinander eine kurze Linie bilden. Darüber und darunter stehen vier hellere Sterne, die das große Rechteck des Sternbilds aufspannen. Diese Form ist so eindeutig, dass sie sich nach einer einzigen Nacht einprägt.
Vom Gürtel aus erreichen Sie den halben Winterhimmel
Verlängern Sie die Gürtellinie nach unten links, und Sie treffen auf Sirius, den hellsten Stern des gesamten Nachthimmels. Verlängern Sie sie nach oben rechts, stoßen Sie auf einen rötlichen Stern in einem V-förmigen Sternhaufen. So wird aus einem Sternbild ein Wegweiser.
- Gürtel nach unten links: Sirius im Großen Hund
- Gürtel nach oben rechts: das V der Hyaden, darüber die Plejaden
- Rechteck oben links: ein auffällig rötlicher Riesenstern
Ein einziges sicher erkanntes Sternbild ersetzt eine ganze Sternkarte.
Unter dem Gürtel wartet ein Nebel
Von den drei Gürtelsternen aus nach unten steht eine kleinere Sternenkette, das sogenannte Schwert. In seiner Mitte erkennen Sie mit bloßem Auge einen unscharfen Fleck, im Fernglas ein neblig wirkendes Gebilde. Es ist eine Region, in der neue Sterne entstehen, und sie gehört zu den lohnendsten Zielen des Winters.
Kleiden Sie sich für den Winterhimmel wie für eine Bergtour im Stillstand. Dicke Sohlen, Mütze und Handschuhe, die das Bedienen eines Fokusrads erlauben. Zwanzig Minuten draußen bei klarer Kälte bringen mehr als zwei Stunden mit fröstelnden Fingern und dem Wunsch, endlich hineinzugehen.